Unser Ziel ist ein Attraktives Aichwald 2030
!!!!! Alle Bürger Aichwalds sind aufgerufen mitzumachen  !!!!!!
Nur wer mitspricht, hat etwas zu sagen.
 


 

     Humus- Boden

30 cm Humus ernähren die Welt:
Von 30 cm Humus leben alle Landlebewesen. Mit Humus ist fruchtbarer, mit Milliarden Kleinslebewesen durchsetzter Mutterboden gemeint. In einer Handvoll Waldboden existieren so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde: 6 Milliarden. Saurer Regen führt im allgemeinen zu einer Verringerung der Populationsdichte und zur Artenverarmung hin zu modrigem Boden.
Beim Mutterboden handelt es sich um eine empfindliche, wertvolle und nicht erneuerbare Ressource. Mutterboden ist für uns ein Naturschatz.

Humus global:
Es wird geschätzt, dass durch Versteppung und Wüstenbildung etwa 40% des Ackerbodens weltweit unfruchtbar werden. Und das bei der Bevölkerungsexplosion!
Jedes Jahr verwandeln sich 6 Mio Hektar Acker- und Weideland in Wüste.
Dies betrifft heute 230 Mio Menschen in den Ländern der südlichen Hemisphäre.
Die jährlichen Schäden der Wüstenbildung beziffern die UN mit rund 63 Mrd DM.

Die Kosten für vorbeugende Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit , für Bodenschutz und Wiedergewinnung geschädigter Flächen werden auf jährlich 8 Mrd DM geschätzt. Viele Völker können sich das nicht leisten.

Mutterboden in Deutschland:
Täglich werden mehr als 90 ha  =120 Fußballfelder freie Landschaft für Siedlungs- und Verkehrszwecke verwendet. ( 26.9.96, Fr. Merkel). Das sind jährlich 33 000 ha.
Täglich wird soviel Humus verbraucht, wie in 1000 Tagen neu entstehen kann.
Unserer Ernährung wird so der Boden entzogen.
Deshalb müssen wir uns heute überlegen, wovon wir morgen leben wollen.

Mutterboden in Baden-Württemberg:
Jährlich werden etwa 3 000 ha Bodenfläche mit Beton und Asphalt versiegelt.
In den letzten zehn Jahren insgesamt 30 000 ha = 40 000 Fußballfelder, das sind täglich etwa 8 ha ,die versiegelt werden.
Der Bodenverbrauch ist in Baden-Württemberg das größte Umweltproblem, befand bereits Ende März 1996 der Landesnaturschutzverband, der 37 Mitgliedsverbände vertritt. Derzeit, 2003, werden täglich etwa 12 ha versiegelt.
Im Kampf gegen den Flächenverbrauch sollte der ruinöse Konkurrenzkampf der Gemeinden um neue Einwohner und Gewerbegebiete beendet werden.
Das Netz der Verkehrswege und Siedlungsflächen in Baden-Württemberg wird immer dichter. Die "effektive Maschenweite" als Maß für die unzerschnittenen Flächen, die als  Erholungsgebiete für den Menschen und Lebensräume für Tiere von zentraler Bedeutung sind, ist in den vergangenen 70 Jahren um 40 Prozent zurückgegangen, und zwar von 22,92 km2 im Jahr 1930 auf heute nur noch 13,66 km2. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg im Jahr 2002.

Diese Verhaltensweise ist nicht nachhaltig und hat deshalb keine Zukunft.

Mutterboden in Aichwald:
Für uns von der Lokalen Agenda ist der Humus ein Schutzgut. Boden ist nicht der Dreck unter unseren Füssen, sondern die Grundlage für unsere Lebens-mittel.
Aichwald hat zum Glück noch etwa 1200 ha Mutterboden ( je etwa 600 ha Wald und landwirtschaftliche Flächen).
Bodenschutzpolitik ist nur dann erfolgreich, wenn alle lokal dazu beitragen.
Damit wir unseres Erbes wert sind.

Dass der Landschaftsverbrauch drastisch reduziert werden muss, ist nicht in Frage zu stellen. Lösungen gibt es viele - falls das die Bevölkerungsentwicklung erfordert- , z.B.:

  • Nutzungsverdichtung in der Höhe,
  • Nutzungsverdichtung in der Fläche in ungenutzten Bereichen,
  • Nachverdichtung,
  • untergenutzte Gebäude stärker nutzen,
  • schließen von Baulücken,
  • Umnutzung (Konversionsflächen...),
  • Rückbau von Verkehrsflächen ("Aktivieren von Restflächen"), 
  • Mehrfach- und Zwischennutzungen.

Das sollte von unserer Gemeinde als Bodenschutzpolitik gewollt werden.

Vorsorgepolitik im Bodenschutz will, dass unser Naturschatz “Mutterboden” als die natürliche Lebensgrundlage auch für zukünftige Generationen geschützt wird.
Dies gilt umso mehr, da der Boden nicht vermehrbar ist.

Unser langfristiges Ziel ist es,
dass jeder Einzelne dafür Sorge trägt, den nicht erneuerbaren Naturschatz Mutterboden zu erhalten und dass der vorsichtige Umgang mit Boden für jeden zur Selbstverständlichkeit wird.

Eine Änderung der Sichtweise von “Boden ist Dreck” hin zu

  • Der Boden lebt
  • Boden ist gemeinschaftliches Gut
  • Boden ist gemeinschaftliches Gut, das Eigentümern gehören kann.
  • Boden ist wertvoll
  • Achtung vor dem Naturschatz Boden stärken
  • Boden für morgen
  • Boden ist Träger von Leben
  • Auf den Feldern wächst unser Brot.

Unser Leitspruch für unsere Bodenpolitik in Aichwald möge also sein:

  • Den Verbrauch von Mutterboden in Aichwald möglichst  vermeiden.     

Also: Boden gebrauchen statt verbrauchen

Für die nachfolgenden Generationen in Aichwald ist es sehr wichtig, dass natürliche und gesunde Böden erhalten und seltene Böden bewahrt werden.

Für Aichwald sollte die für Neuversiegelung vorgesehene Fläche die Summe der aus der Entsiegelung von Böden und aus dem Flächenrecycling zurückgewonnenen Bodenfläche nicht übersteigen.

Flächennutzung in Aichwald:
Die Frage ist:
Bevölkerungsrückgang oder Verbrauch von Mutterboden?
Für den Landkreis Esslingen wird ein Bevölkerungsrückgang von jährlich 0,5% bis ins Jahr 2010 erwartet (Statistisches Landesamt BW).
Unsere Einwohnerzahl geht demnach jährlich um etwa 40 Einwohner zurück, obwohl jährlich neue Häuser gebaut werden in Baulücken unserer Teilorte. Es sind jährlich etwa 450 Einwohner fortgezogen und 390 zugezogen und etwa 20 neu geboren worden. Warum ziehen durchschnittlich 450 Bürger fort, warum ziehen weniger her? Liegen Befragungen vor? Uns sind bis jetzt keine Befragungen bekannt.

Wie will die Gemeinde darauf reagieren?
Dies geht aus dem verabschiedeten Flächennutzungsplan hervor: Es werden Neubaugebiete ausgewiesen, damit durch entsprechende Bautätigkeiten auf unseren fruchtbaren Äckern etwa 500 neue Bürger bei uns wohnen können werden.

Es stellt sich somit die Frage:
Was ist ein höheres Gut: Fruchtbarer Ackerboden oder 500 Neubürger?
Auf dem fruchtbaren Ackerboden wachsen unsere Lebens-mittel, damit wir alle leben können. 500 Neubürger bringen dagegen etwa 400.000 Euro Steuer jährlich in die Stadtkasse.
Was ist uns Bürgern lieber?

Biomasse auf unseren Feldern dient zur Energiegewinnung:
Wo kein Brot wächst, kann Biomasse gewonnen werden. Biomasse kann vergärt werden und mit dem Biogas Strom erzeugt werden. Die Rückstände sind wertvoller Dünger. Abschätzungen haben ergeben, dass Biomasse etwa mit 20% zur Stromerzeugung in Deutschland beitragen kann, in ländlichen Gebieten entsprechend mehr. In Österreich werden bereits 20% des gesamten Energiebedarfs von dieser erneuerbaren regenerativen Energie erzeugt. Das Jahreswachstum von Pflanzen ist 25 x höher als die Jahres- Erdölförderung!
Für Gras als Brennstoff können Landwirte bereits den doppelten Preis erhalten als für Futtermittel. Unsere Vorstellung für die Zukunft ist: Der Landwirt auch als Energiewirt!
Wir glauben, dass unsere Aichwälder Biomasse in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen wird. Mehr dazu auf der Seite “Biomasse” in
www.Schurwald-SOLAR.de .

   © Lokale Agenda Aichwald

 



 www.Schurwald-SOLAR.de

Auf der Homepage des Energie-Teams der Lokalen Agenda 
finden Sie interessante Informationen zu Erneuerbaren Energien
und z.B. folgendenThemen:

Was ich selbst für den Klimaschutz sofort tun kann
Schurwald Solar
Energiebedarf
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Saubere Luft und Treibhaus - Klima
Süss - Wasser und Humus
Erneuerbare Energien, NaWaRos
Saubere Energie - Entwicklungsprogramm
Biomasse, Bioenergie
Sauberer Strom, Ökostrom
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Und denken Sie bitte daran:
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