Bevor die Lokale Agenda 21 definiert wird, mu√ü verstanden werden, was der Begriff ‚ÄúNachhaltigkeit‚ÄĚ bedeutet.
Kurzfassung aus der Forstwirtschaft:
Nicht mehr abholzen bzw. verbrauchen als nachwächst!

Nachhaltigkeit - was ist das?
(Text vom Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

Nachhaltigkeit, dieser Begriff hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine erstaunliche Karriere hinter sich. Seit Beginn der neunziger Jahre pr√§gt er ganz wesentlich die Diskussionen, sowohl wenn es um einen schonenderen Umgang mit unserer nat√ľrlichen Umwelt geht als auch, was die weltweit gerechtere Verteilung des Wohlstands betrifft. Der Begriff der " Nachhaltigen Entwicklung" umfasst damit sowohl √∂kologische als auch √∂konomische und soziale Aspekte. Kennzeichen einer nachhaltigen Entwicklung ist, dass sie "den Bed√ľrfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die M√∂glichkeiten k√ľnftiger Generationen zu gef√§hrden, ihre eigenen Bed√ľrfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu w√§hlen" (Brundtland 1987 und Rio 1992 -Agenda 21) . Aus diesem Ziel heraus lassen sich nach Ansicht der Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" des Deutschen Bundestages vier Handlungsgrunds√§tze ableiten:

  1. Die Nutzung einer Ressource darf Dauer nicht größer sein als ihre Rate der Erneuerung oder die Rate des Ersatze all ihrer Funktionen.
  2. Die Freisetzung von Stoffen darf auf Dauer nicht größer sein als die Tragfähigkeit bzw. Aufnahmefähigkeit der Umwelt.
  3. Gefahren und unvertretbare Risiken f√ľr Menschen und Umwelt sind zu vermeiden.
  4. Das Zeitmaß menschlicher Eingriffe in die Umwelt muss In einem ausgewogenen Verhältnis zu der Zeit stehen, die die Umwelt zur Selbststabilisierung benötigt.

Diese Handlungsgrunds√§tze verlangen ein neues Verst√§ndnis von Fortschritt und Entwicklung, insbesondere in den hochindustrialisierten Gesellschaften. Dies gilt auch f√ľr Deutschland. Ungeachtet des im internationalen Vergleich durchaus fortgeschrittenen Standes der deutschen Umweltpolitik in bestimmten Bereichen, wie Gew√§sserschutz oder schadstoffarmer Elektrizit√§tserzeugung, ist Deutschland heute noch weit von einer nachhaltigen Entwicklung entfernt.

Wir sind konfrontiert mit den √∂kologischen Folgen der Klimaver√§nderung, der Verschmutzung und √úberfischung der Weltmeere, dem Schwinden des Ozong√ľrtels und dem Verlust an biologischer Vielfalt. Deutschland als ein typisches Land des reichen "Nordens " hat hier eine hohe Verantwortung. Es verbraucht einen unverh√§ltnism√§√üig hohen Anteil der weltweiten Ressourcen und belastet dementsprechend hoch die nat√ľrliche Umwelt mit Emissionen und Abf√§llen. Ein in Deutschland geborenes Kind wird w√§hrend seiner Lebenszeit √ľber 20mal mehr nat√ľrliche Ressourcen verbrauchen als die Kinder, die in den meisten Entwicklungsl√§ndern zur Welt kommen.

Hinzu kommt: Da unsere Lebensweise aufgrund des hier erreichten gro√üen Wohlstandes den √§rmeren L√§ndern der Welt als vorbildlich gilt, lenken wir indirekt die Entwicklung in an deren L√§ndern in die gleiche problematische Richtung und vergr√∂√üern somit die globalen √∂kologischen Probleme weiter. Aus der Erkenntnis dieser doppelten Verpflichtung gegen√ľber kommenden Generationen heraus hat sich die deutsche Bundesregierung in internationalen Verhandlungen f√ľr eine globale nach haltige Entwicklung eingesetzt. So hat sich Deutschland in den Schlussdokumenten der Rio-Konferenz dazu verpflichtet, die Vereinbarungen der Konferenz, insbesondere aber die Agenda 21, in nationale und internationale Politik umzusetzen. Es besteht weiterhin das Ziel, die deutschen Kohlendioxidemissionen bis zum Jahr 2005 um 25% gegen√ľber 1990 zu senken.

Betrachtet man die gegenwärtige Nutzung von Energie in Deutschland und anderen hochindustrialisierten Ländern, so wird deutlich, dass neben der ungleichen internationalen Aufteilung des Energieverbrauchs die Endlichkeit der Ressourcen der gegenwärtig genutzten Energieträger und die aus der Nutzung resultierenden Umweltbelastungen nicht dem Bild einer nachhaltigen Entwicklung entsprechen.

Deutschland hat unendlich viel Energie:
Wasserkraft, Biomasse, Sonnenenergie, Geothermie, Windenergie.
(Anzeige im Januar 2004 vom Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

Ziele und Aufgaben der Lokale Agenda 21
(Text vom Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

Die Lokale Agenda 21 bietet die herausragende Chance, neue Akzente f√ľr eine zukunftsweisende Entwicklung der Kommunen zu setzen. Sie stimmt verschiedene Politikbereiche st√§rker aufeinander ab, bezieht alle interessierten B√ľrgerinnen und B√ľrger sowie die gesellschaftlichen Gruppen mit ein und macht letztlich die Schritte in Richtung Nachhaltigkeit mittels konkreter Ziele und Indikatoren messbar und somit nachvollziehbar. Immer mehr deutsche Kommunen nutzen dieses Chance.

Der Lokale Agenda 21- Prozess ist der
"Fahrplan" f√ľr die Zukunft unserer St√§dte und Regionen im 21. Jahrhundert.
Was im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu tun ist, ist nicht nur Sache des Staates, sondern liegt auch in der Verantwortung der Mitarbeit aller gesellschaftlichen Gruppen, und jede sowie jeder Einzelne muss seinen aktiven Beitrag leisten. Der vom BundesumweItministerium eingeleitete Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen geht daher in die richtige Richtung.

Die Umwelt- und Entwicklungsprobleme treten besonders deutlich in St√§dten und Gemeinden auf, da sich hier die Bev√∂lkerung, die G√ľterproduktion, die Energie- und Stoffums√§tze, die intensive Nutzung von Fl√§chen sowie die Verkehrsvorg√§nge konzentrieren. Daher ist die Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor  f√ľr die Umsetzung der Agenda 21. Einen Handlungsrahmen f√ľr eine nachhaltige kommunale Entwicklung bildet die in Kapitel 28 niedergelegte Lokale Agenda. Gefordert wird, dass "jede Kommunalverwaltung in einen Dialog mit ihren B√ľrgern, √∂rtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine "kommunale Agenda 21" beschlie√üen soll".

Die Kommunen haben sich dabei an dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung zu orientieren. Dies ist eine Entwicklung, die sich an den Grundbed√ľrfnissen der Bev√∂lkerung (z. B. Wohnen, Arbeiten) orientiert, ohne die nat√ľrlichen Lebensgrundlagen zu gef√§hrden. Es gilt, unter Einbeziehung √∂kologischer, √∂konomischer sowie sozialer Aspekte Entwicklungsziele zu erarbeiten, die in Form konkreter Umsetzungsschritte ihren Niederschlag auf lokaler Ebene finden m√ľssen.

Die Lokale Agenda 21 kann unter Ber√ľcksichtigung der jeweiligen Anfangsbedingungen anhand folgender Qualit√§tskriterien gew√ľrdigt und beurteilt werden:

  • Orientierung am Prinzip der Nachhaltigkeit
  • Integration √∂kologischer -√∂konomischer und sozialer Themen
  • Beteiligung der verschiedenen gesellschaftlichen Kr√§fte ,
  • Orientierung an langfristigen, vorsorgeorientierten Zielen
  • Ber√ľcksichtigung der globalen Dimension
  • Verbindlichkeit der vereinbarten Ziele und Ma√ünahmen
  • Ausrichtung auf kommunale Problemschwerpunkte
  • Messbarkeit der Ziele
  • Umsetzung der Ziele in praxisorientierte Ma√ünahmen
  • Verkn√ľpfung des Agenda -Prozesses mit konkreten Erfolgen und positiven Effekten.

Diese zehn Kriterien erwiesen sich zur Einschätzung von "Lokalen Agenda 21- Prozessen" als geeignet und ermöglichten einen systematischen europäischen Vergleich.

Erreicht werden soll, dass Agenda - Prozesse im Laufe dieses Jahrzehntes in m√∂glichst allen deutschen Kommungen durchgef√ľhrt werden. Eine positive Agenda -Entwicklung auf kommunaler Ebene wird dabei ma√ügeblich den Erfolg der f√ľr diese Legislaturperiode geplanten "nationalen Nachhaltigkeitsstrategie" mitbestimmen. Umso wichtiger ist es, dass die nationale Nachhaltigkeitsstrategie die Kommunen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung durch problemad√§quate Rahmenbedingungen (Ziele, Instrumente, Ma√ünahmen u.a. ) unterst√ľtzt.

 



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